Menü
Anmelden
Wetter Regenschauer
9°/5°Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover

Home Sonderthemen Hannover Stadt Süd Wirtschaftsforum Südstadt e. V. setzt sich vehement für Mitgliedsbetriebe ein
Anzeige
10:18 18.02.2021
Die Vertreter der Mitgliedsbetriebe im Wirtschaftsforum hoffen, dass sie sich möglichst bald schon wieder zu ihren regelmäßigen Treffs – wie hier zuletzt 2019 – zusammenfinden können.

Der Austausch und die Informationspolitik des Vorstandes des Wirtschaftsforum Südstadt e.V. verläuft vorbildlich. In kaum einer anderen Werbegemeinschaft kümmert sich der Vorstand, hier Peter Remm in seiner Funktion als Vorsitzender, so sehr um seine Mitgliedsbetriebe, um mit ihnen gemeinsam die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns, so gut als möglich zu überstehen. „Ich sehe das als meine Pflicht an, dafür sind wir als Vorstand gewählt, uns um die Belange unsere Betriebe zu kümmern“, zeigt sich Peter Remm bescheiden. Eine seiner wichtigsten Aufgaben: „Ich versuche die immer wieder neuen offiziellen Coronaverordnungen für unsere Mitgliedsbetriebe zu interpretieren und inhaltlich verständlicher zu machen. Oftmals ist die Wortwahl der Verfasser sehr bürokratisch.“

Videokonferenz mit hochrangigen Politikern geplant

Persönliche Kontakte und freundliche, aber ebenso hartnäckige Anfragen und Korrespondenzen mit diversen Behörden und politischen Parteien, haben zudem geführt, dass der Vorstand des Wirtschaftsforums eine Videokonferenz im kleinen Kreis unter Teilnahme von hochrangigen Politikern organisieren darf. Daran teilnehmen sollen neben dem Wirtschaftsforum weitere Standortgemeinschaften, für die Peter Remm eine Liste erarbeiten soll. Peter Remm: „Auch hier soll die angespannte Lage der Betriebe Thema sein, außerdem der Entwurf des Stufenplanes für Niedersachsen. Uns ist bewusst, dass die Situation für viele Betriebe sehr angespannt ist, daher nutzen wir auch jeden möglichen Kanal darauf hinzuweisen.“

Weitere hilfreiche Kontakte ausgebaut

Unabhängig davon, was bei der Videokonferenz unter dem Strich als Ergebnis herauskommt, hat Peter Remm auch die Kontakte auf anderen Ebenen verstärkt und ausgebaut. „Unsere Bemühungen fruchten. Wir haben inzwischen direkte Kanäle zur Region Hannover was Nachfragen wegen erlaubter und/oder verbotener Öffnungen angeht. Wir haben eine Abteilungsleiterin bei der NBank für direkte Nachfragen. Ebenso stehen uns zwei Landtagsabgeordnete als direkte Ansprechpartner zur Verfügung.“ Und aus diesem Grund fordert Peter Remm die rund 200 Mitgliedsbetriebe, die dem Wirtschaftsforum angeschlossen sind, auf: „Bitte scheuen Sie sich also nicht bei Fragen zu diesen Themen eine Mail an uns zu schreiben. Wenn mögliche helfen wir gerne.“

Peter Remm, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Südstadt e. V., kämpft für die Belange der Mitgliedsbetriebe.
Peter Remm, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Südstadt e. V., kämpft für die Belange der Mitgliedsbetriebe.

Kritik am Stufenplan zur schrittweisen Öffnung

Sehr Kritisch hat der Vorsitzende unter anderem die Stufenpläne zur schrittweisen Öffnung der Geschäfte betrachtet. Seinen Mitgliedsbetrieben teilte er in einer Mail mit: „Unser Einwand gilt der Stufe drei des Planes. Diese Stufe gilt bei einer Inzidenz zwischen 25 und 50. Hier wird vielen Branchen die Öffnung in Aussicht gestellt, allerdings ist diese zusätzlich an den R-Faktor – kleiner als 0,8 – gekoppelt. Wenn man das 7-Tage-R des letzten Jahres betrachtet, so lag dies nur an 13 Tagen – und diese nicht zusammenhängend – unter 0,8 auf Bundesebene. Es soll zwar der Wert für Niedersachsen genutzt werden, aber egal wie, ist dies kein sinnvolles Kriterium. Defacto kommt ja dabei eigentlich heraus, dass die betroffenen Betriebe erst ab einer Inzidenz von unter 25 öffnen dürfen. Dies steht im Widerspruch zu der Äußerung von Ministerpräsident Herrn Weil vom 14. Februar, als er erklärte (Anm.: Hier zitiert Peter Remm eine DPA-Pressemeldung): Ministerpräsident Stephan Weil sieht in der Corona-Pandemie das lange Warten von einem Öffnungsschritt zum nächsten skeptisch. ,Dass beispielsweise die Gastronomie erst anfangen kann, überhaupt über Umsätze nachzudenken, wenn wir alle weit unter 35 sind, das halte ich schon für sehr schwierig’, sagte der SPD-Politiker dem in Berlin erscheinenden ,Tagesspiege’. Er erwarte, dass beim nächsten Bund-Länder-Treffen am 3. März ein substanzieller Perspektivplan beschlossen werde.“

„Wir sind für unsere Betriebe da!“

Peter Remm macht in seiner Mail an die Mitgliedsbetriebe deutlich, dass der Vorstand weiter für die Betriebe einsteht: „Wir können Sie nur Bitten, sich mit Fragen und Anregungen an uns zu wenden.“ Bereits im April 2020 hat der Vorstand des Wirtschaftsforums vielen Betrieben dabei geholfen, die Corona-Hilfen zu beantragen. „Das war teilweise sehr verwirrend“, sagt Remm. „Es hilft natürlich sehr, wenn jemand in dem zunehmenden Durcheinander herausfiltert und auch nach Branchen sortiert, worauf es wirklich ankommt, um zu wissen, ob und inwiefern man als Betriebe nun wirklich betroffen ist.“ Für diese Hilfestellung bekam Peter Remm sehr viel Lob. „Das hat mich natürlich gefreut, aber wie schon gesagt, für mich ist das selbstverständlich.“

„Reisebüros dürfen öffnen“

Durch direkt Nachfrage konnte Remm den Reisebüros eine gute Nachricht überbringen: „Sie dürfen öffnen, das hat uns die Region Hannover auf Anfrage mitgeteilt.“ Den Text der Antwort hat Remm gleich mit versendet. Er betont aber auch: „Die Mail stellt keinen offiziellen Bescheid dar, aber uns wurde gesagt, dass die Ordnungsbehörden diese Information auch bekommen, bzw. dass die Mail ggf. vorgelegt werden soll, falls Mitarbeiter des Ordnungsamtes das Geschäft aufsuchen.“

Noch sind in der Südstadt keine Insolvenzen bekannt

Noch sind laut Information des Vorsitzenden unter den Südstadtbetrieben keine Insolvenzen bekannt.

Dennoch ist die Lage bei einigen sehr angespannt, und grundsätzlich bei allen schwierig.“ Teilweise seien finanzielle Hilfen geflossen, teilweise nicht. „Ich hoffe sehr, dass wir nach diesem Lockdown nicht die Schließung einiger Geschäfte beklagen müssen.“ Auch weil der Vorstand des Wirtschaftsforums dies unbedingt verhindern will, setzt dieser sich so vehement für seine Betriebe ein.

„Wo wir helfen und unterstützen können, da helfen wir selbstverständlich auch“, lautet das Credo von Peter Remm.