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Home Sonderthemen Hannover Region Nord-West Wie reden Eltern mit Kindern über einen Verlust?
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16:07 16.11.2020
Carolin und Björn Henschel haben einen Tipp für Angehörige, die um Verstorbene trauern: Bei jüngeren Kindern helfen illustrierte Bücher, die verständlich über Themen wie Sterben, Tod, Traurigkeit und Beerdigung aufklären. 

Der Tod gehört zum Leben – das ist so einfach gesagt, aber Tod und Sterben sind in unserer Gesellschaft immer schwierige Themen. Das gilt erst recht für Kinder. Sie haben noch nicht so viele Erfahrungen auf der Welt gemacht. Ihr Abstraktionsvermögen ist erst wenig entwickelt.

Und doch kann der Tod in ihr Leben treten. Schon beim Tod eines Haustieres oder eines populären Zootieres kommt die Frage, was ist Sterben, was ist Tod? Spätestens wenn in der Familie oder Nachbarschaft ein Mensch todkrank oder gestorben ist. „Wie erklär ich’s meinem Kind?“

Henschel Bestattungen

Keine Scheu zeigen

Sterben und Tod sind endgültige Ereignisse und müssen jeder neuen Generation von Kindern neu vermittelt werden. „Sie können Ihren Kindern die schmerzliche Erfahrung des Todes nicht ersparen, denn zum Leben gehören Freude und Trauer dazu“, erklärt Björn Henschel, Bestattermeister von Henschel Bestattungen in Garbsen. „Kinder von der Trauer fernzuhalten hieße, sie vom Leben fernzuhalten.“ Es ist nicht gut, wenn man Kinder „anflunkert“, so gut es auch gemeint sein soll.

Der Tod einer geliebten Person kann bei Kindern – unabhängig vom Alter – viele unterschiedliche Gefühle hervorrufen: Ungläubigkeit, Angst, Wut, Widerstand, Leugnung, Aggression, Verzweiflung, Trauer … Dabei wird man feststellen, dass die Kinder damit ganz anders umgehen. Kinder haben weniger Lebenserfahrung, sie konnten ihr Verhaltensrepertoire noch nicht so entwickeln wie Erwachsene. Kinder haben deshalb auch weniger „Übung“ im Umgang mit Schicksalsschlägen.

Besonders schwierig ist es, wenn Kinder das erste Mal mit dem Verlust und der großen Trauer konfrontiert werden. Gerade dann sind die Erwachsenen gefragt, dass Kinder ihren Weg in die Trauer finden und sie den Verlust verarbeiten lernen. Wichtig ist, mit ihnen den Kummer zu teilen und die Last und den Kummer nicht „abzunehmen“ versuchen.

Sich Zeit nehmen

Sich genügend Zeit nehmen und dem Kind die Todesnachricht so vermitteln, dass es sie versteht. „Bleiben Sie bei Klarheit und Wahrheit“, rät Henschel, „Sagen Sie Ihrem Kind, die betreffende Person sei gestorben und dass sie nicht wieder zurückkommen werde. Skizzieren Sie, was in den kommenden Tagen passieren wird, damit das Kind schon ein wenig darauf vorbereitet wird. Erzählen Sie einfach das, was Sie bereits wissen und kündigen Sie außerdem an, dass sie gemeinsam Abschied nehmen werden und das Kind über diesen Abschied mit, entscheiden darf. Binden Sie das Kind mit ein.“ Man sollte so früh wie möglich mit Kindern über Tod und Sterben sprechen, auch ohne einen konkreten Anlass. Am besten, wenn es sich so ergibt und nicht erst dann, wenn jemand in der Familie gestorben ist. Man kann schon mit Dreijährigen über den Tod sprechen. Je früher dieses Wort zum selbstverständlichen Wortschatz gehört, desto besser. Dann werden sie auch kindgerechte Fantasien aufbauen und können besser mit dem Thema umgehen.

Was tun, wenn man nicht weiß, wie man es angehen soll? Dann kann man gemeinsam mit dem Kind Bilderbücher anschauen. Bei größeren Kindern können es auch illustrierte Bücher sein. Begriffe wie Sterben, Tod, Traurigkeit und Beerdigung kommen darin ganz selbstverständlich vor und die Bilder machen Kindern verständlich, wofür die Worte fehlen.

Bilder machen Begriffe verständlich, gerade für Kinder, aber auch Erwachsenen geht es so. „Lesen Sie das Buch vorher alleine. Dann wissen Sie, was dort gesagt wird. Sie spüren, an welchen Stellen das Buch Sie selbst berührt“, empfiehlt Carolin Henschel. „Lesen Sie das Buch mehrmals laut vor, so wird auch die Stimme fester.“ Kinder erinnern sich übrigens viel mehr an die Stimmung, in der über etwas gesprochen wird, als an den genauen Wortlaut.

Über Ängste sprechen

Entwickeln Kinder dabei keine Angst vor dem Tod? Ganz klar, Nein, meint Henschel. Das kleine Kind weiß nichts vom Tod, findet ihn auch nicht bedrohlich. Angst davor vermittelt ihm erst seine soziale Umgebung und da sind Eltern und Verwandte als Erste gefragt. Diese sollten ehrlich, aber auch behutsam sein, wenn sie mit Kindern über den Tod sprechen.

Wenn ein Kind zum Beispiel einen toten Schmetterling sieht und besorgt ist, sollte man das nicht hochstilisieren. Besser ist es, wenn man dazu ermuntert, Fragen zu stellen. Warum fliegt der Schmetterling nicht mehr? …und so weiter. Wenn man mal keine gute Antwort weiß, etwa auf die Frage: Wie geht es dem Schmetterling jetzt? Seien Sie einfach ehrlich, dass man es nicht weiß. Unsere Antworten sind – bei kleinen Kindern – gar nicht so wichtig. Wenn das Kind nur alles fragt, was ihm im Kopf herumgeht, dann entstehen weniger Ängste.

Heutzutage gibt es eine ganze Menge Bücher, Filme und Hilfen für Kinder, die sich mit Tod, Sterben und Trauer befassen. Auf dem Bild zum Beispiel sind die Geschwister Henschel mit einigen Legofiguren abgebildet. Darüber beraten Buchhandlungen oder die Stadtbibliothek.

Manche Ältere, aber durchaus noch gute Bücher gibt es wie etwa die Klassiker von Astrid Lindgren. Henschel Bestattungen hat für Interessierte eine Bücherliste zusammengestellt und führt zum Beispiel für Erzieherinnen und Erzieher Seminare über „Kindern bei der Trauerarbeit helfen“ durch.


Der Volkstrauertag – ein Tag des Gedenkens

Der Volksbund regte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges an, einen nationalen Trauertag einzurichten. Und so wird in Deutschland am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent bundesweit den Opfern von Kriegs- und Gewaltherrschaft in schlichten Zeremoniellen gedacht. Der Verband VDK als Veranstalter zahlreicher Feierstunden und Kranzniederlegungen wird dabei vom Bund und den Ländern unterstützt. Außerdem werden an diesem Tag die obersten Bundesbehörden und ihre Geschäftsbereiche auf Halbmast geflaggt.

1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1926 entschied man sich dann, den Volkstrauertag regelmäßig am fünften Sonntag vor Ostern zu begehen. 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, wurde aus dem Volkstrauertag der sogenannte Heldengedenktag, der in jedem Jahr im März begangen wurde. Fortan ging es in erster Linie um die Verherrlichung der „Helden“ und den Mythos vom Heldentod.

Die Trauer um die Gefallenen stand dabei nicht mehr im Vordergrund. Nach Gründung der Bundesrepublik wurde die Tradition des Volkstrauertages in alter Form wiederbelebt. Die erste zentrale Veranstaltung wurde 1950 im Plenarsaal des Bundestages in Bonn abgehalten. Um sich von der Tradition des Heldengedenktages abzusetzen, wurde 1952 beschlossen, den Volkstrauertag künftig im November zu begehen.


Sich erinnern und besinnen

Volkstrauertag, Buß- und Bettag sowie Totensonntag prägen den Monat

Der November ist der Monat der Besinnung. Die sogenannten „Stillen Tage“ erinnern die Menschen an ihre verstorbenen Angehörigen und an die Opfer durch Kriege, Gewalt und Terror.

Der Volkstrauertag macht Sonntag, 15. November, den Auftakt zu den sogenannten „Stillen Tagen“, an denen die Menschen innehalten. Es folgt der Buß- und Bettag am Mittwoch, 18. November, sowie am 22. November der Totensonntag. Tage, die den November zu einem Monat des christlichen Glaubens machen. Tage, die von nicht wenigen Menschen intensiv genutzt werden, um Grabstätten und Gedenkstätten zu besuchen. Speziell in dieser Zeit sind die Menschen geistig nahe bei ihren verstorbenen Angehörigen und nutzen die Zeit auch, um die Gräber und Gedenkstätten winterfest zu machen.

Dabei können die Betroffenen auf die fachliche und solide Unterstützung jener Unternehmen zurückgreifen, die auf dieser Seite ihre Dienste anbieten. Bestatter, Friedhofsgärtner und Steinmetzte stehen zur Seite Im Trauerfall ist es wichtig, die richtigen Partner an der Seite zu haben. Zuverlässigkeit, Distanz und ein würdiges Ausführen der Arbeiten ist oberstes Gebot.

Für alle diese Aufgaben gibt es eine ausgewählte Gruppe von Bestattern auf dieser Seite zur Auswahl, die mit ihrem guten Namen bürgen. Sie alle erledigen sämtliche Formalitäten und führen Trauerfeiern und Bestattungen auf allen Friedhöfen aus. Ein Bestatter bietet aber auch zu Lebzeiten professionelle Hilfe an. Derzeit immer wieder diskutiert wird das Thema Vorsorge. Die Beratung erfolgt über den Bestatter, der die Wünsche des Kunden exakt festhält und als Vertragsgrundlage mit dem Kunden abspricht. So ist im Falle eines Falles alles geregelt. Das Geld wird sicher verwaltet und ist geschützt vor möglichen Zugriffen des Sozialamtes. Als Partner empfehlen sich für die Pflege der Gräber in erster Linie Friedhofsgärtner, die für alle Fragen und Arbeiten bereitstehen, aber auch Floristen und Gärtnereien. Viele stehen seit Langem als zuverlässige Unternehmen rund um die Uhr zur Verfügung.

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