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13:37 31.12.2018
Liebe Grüße aus Peterborough, Gesa

Ich wollte unbedingt in der elften Klasse ein Halbjahr im Ausland verbringen und habe mich für Peterborough, Ontario, in Kanada entschieden. Das bringt allerdings mit sich, Weihnachten im Ausland zu feiern, statt zu Hause in Burgdorf mit meinen Eltern und Geschwistern, wie ich es gewohnt bin. Warum ich mich für Kanada und nicht für Neuseeland oder Australien entschieden habe wie so viele andere? Die Natur, die Kälte und das typische amerikanische Halloween, Thanksgiving und Weihnachten waren meine Gründe. Ich wollte erleben, was man sonst nur aus den Medien, Filmen und Serien kennt.

Hier hat es schon Ende Oktober angefangen zu schneien, sodass die Kinder an Halloween im zehn Zentimeter hohen Schnee für „Trick or Treating“ gehen mussten. Der Herbst wird hier in Kanada einfach übersprungen, habe ich das Gefühl. Für mich war das etwas unpraktisch, da ich im Rugbyteam meiner Schule war und wir unsere Saison bei sehr kaltem Wetter und teilweise im Schnee beenden mussten. Ich hatte nicht damit gerechnet, bei solchen Temperaturen draußen Sport zu machen, was dazu führte, dass ich mitunter mit drei Jacken übereinander beim Training auflief.


Die Häuser und Gärten überall sind sehr geschmückt, manche sehen aus wie Kunstwerke mit einer Lichtershow. Obwohl die Weihnachtszeit hier doch sehr ähnlich zu unserer ist, gibt es auch große Unterschiede. Es gibt Adventskalender und Adventskränze, aber sie sind bei Weitem nicht so wichtig wie zu Hause. Adventskalender sind nur etwas für Kinder. Ab einem bestimmten Alter bekommt man keinen mehr. Der Adventskranz besteht aus einem Metallgestell mit drei dünnen, lilafarbenen Kerzen und einer rosa Kerze – zumindest in meiner Schule. Meine Gastfamilie hat gar keinen Adventskranz. Es gibt keine Kekse, Schokolade oder sonst irgendetwas Süßes. In meiner Familie zu Hause ist das ganz anders.

Ich vermisse das Plätzchenbacken und den gemeinsamen Sonntagnachmittag mit Stollen, Keksen und Baumkuchen. Das gehört für mich zu Weihnachten dazu wie das gemeinsame Schmücken des Baumes. Das alles bringt eine Gemütlichkeit und Vertraulichkeit mit sich, die ich vermisse. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt auf das kanadische Weihnachten mit Geschenken am Morgen, vielen Familienfeiern und sehr viel Schnee. Gesa Genters


Den Pazifik vor der Tür, das Skigebiet nebenan

Frohes Fest, Laurin
Frohes Fest, Laurin

Für fünf Monate nenne ich Vancouver in Kanada meine Wahlheimat. Hier besuche ich eine High School. Ende Januar geht es für mich zurück nach Deutschland.

Ich bin froh, meine Zeit in Vancouver verbringen zu dürfen. Den Pazifik vor der Tür und das Skigebiet direkt nebenan – das ist einfach perfekt. Dazu sind die Kanadier auch noch so freundlich und offen und immer für ein kleines Gespräch zu haben.


Weihnachten wird hier sehr nordamerikanisch gefeiert. Alles ist dekoriert, die Häuser sind mit bunten Lichterketten geschmückt, und in den Kaufhäusern laufen die typischen englischen Weihnachtslieder. An Heiligabend gehen wir in die Kirche, am Abend gibt es dann ein großes Essen bei meiner Gastfamilie. Die richtige Bescherung ist erst am ersten Weihnachtsfeiertag. An den Festtagen kommen Freunde und die Eltern meiner Gasteltern zu Besuch, dann werden wir zusammen feiern.

Am meisten vermisse ich in der Adventszeit die urigen Weihnachtsmärkte, die wir in Deutschland haben. Dort in der Kälte mit Familie und Freunden draußen zu stehen, Glühwein zu trinken und gebrannte Mandeln zu essen. Dank der modernen Technik kann ich mit meiner Familie in Deutschland sehr gut in Kontakt bleiben. Wir skypen alle zwei Wochen miteinander. Doch dies kann natürlich das gemütliche Beisammensein an Heiligabend mit ihnen nicht ersetzen. Viele liebe Grüße nach Deutschland. Laurin Remmer

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