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10:51 13.05.2019
Pflegebedürftige haben die Möglichkeit, einen ambulanten Pflegedienst zu nutzen. Fotos (5): AOK

Wenn Angehörige einen Pflegebedürftigen zuhause pflegen, ist dies nicht immer einfach. Aus diesem Grund ist eine Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst möglich. Er unterstützt und hilft Familien im Alltag, damit die pflegenden Angehörigen zum Beispiel ihren Beruf und die Pflege besser organisieren können. Dabei erstreckt sich das Leistungsangebot der ambulanten Pflegedienste über verschiedene Bereiche. Dazu zählen unter anderem körperbezogene Pflegemaßnahmen wie die Körperpflege und Förderung der Bewegungsfähigkeit sowie pflegerische Betreuungsmaßnahmen wie die Hilfe bei der Orientierung, der Gestaltung des Alltags oder bei der Aufrechterhaltung der sozialen Kontakte. Weiterer Bestandteil der ambulanten Pflege ist aber auch die häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Dazu zählt zum Beispiel die Medikamentengabe, der Verbandswechsel als auch Injektionen. Des Weiteren sind auch eine Beratung der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen bei pflegerischen Fragestellungen, Unterstützung bei der Vermittlung von Hilfsdiensten sowie Hilfe bei der Haushaltsführung möglich. Durch die Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes bietet es dem Pflegebedürftigen, in der vertrauten Umgebung zu bleiben.

Eine Kurzzeitpflege kommt häufig nach einem Krankenhausaufenthalt zustande.
Eine Kurzzeitpflege kommt häufig nach einem Krankenhausaufenthalt zustande.

Sowohl für pflegende Angehörige als auch für den Pflegebedürftigen sind machen Situationen nicht immer einfach. Zudem kann es jederzeit dazu kommen, dass die Pflegeperson vorübergehend nicht zuhause versorgt werden kann. Für diese Fälle gibt es die Möglichkeit, eine Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen. Dies bedeutet, dass eine pflegebedürfte Person für einen begrenzten Zeitraum einer vollstationären Pflege bedarf. Dies ist häufig nach einem Aufenthalt im Krankenhaus der Fall oder wenn die häusliche Pflege ausgesetzt werden muss oder soll.

Allerdings ist die Dauer der Kurzzeitpflege auf maximal 56 Tage im Jahr beschränkt. In dieser Zeit übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine stationäre Unterbringung. Dabei entspricht der Leistungsumfang der sozialen Pflegeversicherung. Somit werden Aufwendungen bis zum Höchstbetrag von 1 612 Euro übernommen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Kurzzeitpflege mit der Verhinderungspflege zu kombinieren.


Viele Menschen sind im höheren Alter auf Pflege und Betreuung angewiesen.
Viele Menschen sind im höheren Alter auf Pflege und Betreuung angewiesen.

Eine vollstationär Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung kommt immer dann zustande, wenn eine häusliche oder teilstationäre Pflege nicht mehr möglich sind. Ein weiterer Grund könnte die „Besonderheit des Einzelfalls“ sein, wodurch eine sogenannte Heimbedürftigkeit besteht. Festgelegt wird dies von den Pflegekassen in Zusammenarbeit mit dem MDK. Dazu zählen unter anderem eine fehlende Pflegeperson, eine Überforderung der Pflegeperson, die Verwahrlosung des Pflegebedürftigen oder eine Eigen- oder Fremdgefährdungstendenz des Pflegebedürftigen. Eine vollstationäre Pflege ist nur in vollstationären Pflegeeinrichtungen möglich. Darunter fallen nicht Krankenhäuser sowie Einrichtungen, deren vorrangiger Zweck die medizinische Versorge oder Rehabilitation, die berufliche oder soziale Eingliederung, die schulische Ausbildung oder die Erziehung von Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen ist. Je nach Pflegegrad zählt die Pflegekasse 770 bis 2 005 Euro für die Kosten der Pflege.

Eine Pflegerin begleitet einen Pflegebedürftigen im Pflegeheim.
Eine Pflegerin begleitet einen Pflegebedürftigen im Pflegeheim.


Bei der teilstationären Pflege gibt es eine Tages- und Nachtpflege.
Bei der teilstationären Pflege gibt es eine Tages- und Nachtpflege.

Wenn pflegende Angehörige die häusliche Pflege ergänzen möchten, kann die teilstationäre Pflege in Anspruch genommen werden. Diese umfasst Leistungen der Tages- und Nachtpflege. Diese Form der Pflege umfasst auch die notwendigen Beförderungen der Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung und wieder zurück. Zudem können zusätzlich die Ansprüche auf ambulante Pflegesachleistungen sowie Pflegegeld ohne Kürzungen in vollem Umfang in Anspruch genommen werden.

Eine teilstationäre Pflege kommt immer nur dann zustande, wenn es im Einzelfall erforderlich ist. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung gestellt werden kann. Daher wird die Tagespflege häufig dann in Anspruch genommen, wenn die pflegenden Angehörigen tagsüber berufstätig sind. Im Rahmen der Leistungshöchstbeträge übernimmt die Pflegekasse die pflegebedingten Aufwendungen einschließlich der Aufwendungen für Betreuung und für die in der Einrichtung notwendigen Leistungen der medizinischen Behandlungspflege.

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