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Home Sonderthemen Hannover Stadt West Sportbuzzer-Fußballschule gastiert zum ersten Mal in Ricklingen
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16:20 19.09.2019
Haben sichtlich Spaß: Die Teilnehmer der Sportbuzzer-Fußballschule by Karsten Surmann.

Die idyllisch gelegene Anlage des TuS Ricklingen war zuletzt bereits Schauplatz einer Sportbuzzer-Veranstaltung. Ende Juli stand hier das Final-6-Turnier um den Sportbuzzer-Cup, der inoffiziellen hannoverschen Stadtmeisterschaft für Herrenmannschaften, auf dem Programm. Nun ist das Gelände am Meisenwinkel sogar für fünf Tage Austragungsort der Sportbuzzer-Fußballschule by Karsten Surmann. Von Montag, 14. Oktober, bis Freitag, 18. Oktober, bietet der ehemalige Profi mit seinem Trainerteam eine abwechslungsreiche Camp-Woche an. Dann regieren aber nicht die Erwachsenen, sondern nur Nachwuchs.  

Surmann freut sich nicht nur inhaltlich auf das Camp, sondern auch auf das Drumherum. „Der TuS Ricklingen ist ein Verein, der sich zuletzt toll entwickelt hat mit engagierten Leuten in der Fußballabteilung von Trainern bis zum Club wirt. Außerdem haben sie sich vergrößert und einen zweiten Platz angelegt.“ Davon konnte er sich zuletzt selbst ein Bild machen. „Ich habe mir das angeschaut und einen guten Eindruck. Auf beiden Plätzen war richtig was los, viele Kinder haben Fußball gespielt“, sagt Surmann und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Es wäre schön, wenn sich auch viele Kinder aus dem TuS für das Camp anmelden.“ Bis zu 54 Kinder können teilnehmen, noch sind Plätze frei und Anmeldungen möglich (siehe Kasten).
   

Ohnehin freut sich Surmann, mit der Fußballschule in der Landeshauptstadt zu Gast zu sein. „Allzu oft sind wir ja nicht in Hannover vertreten. Daher ist es schön, mal wieder hier zu sein.“ Immerhin näherte er sich zuletzt an: Im Mai war die Sportbuzzer-Fußballschule im Burgwedeler Ortsteil Wettmar im Einsatz, im Juli in Lehrte – also Region Hannover, nur außerhalb des Stadtgebiets. So gesehen eine Win-Win-Situation: Surmann zeigt sich in Hannover, der TuS Ricklingen wiederum kann seinen jüngsten Aufschwung weiter fortsetzen und mit der Fußballschul-Woche in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten.
  

Ein Dribbling will gelernt sein: Die jungen Kicker üben unter anderem, den Ball zu behaupten.
Ein Dribbling will gelernt sein: Die jungen Kicker üben unter anderem, den Ball zu behaupten.

Und ein bisschen ist für Karsten Surmann die Woche in Ricklingen doch ein kleines Heimspiel. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres leitet er an der Grundschule Stammestraße in Ricklingen eine Fußball-Arbeitsgemeinschaft in der dritten und vierten Klasse. „Das Projekt ist auf ein Jahr angelegt, läuft aber schon jetzt super und könnte verlängert werden“, sagt Surmann. Auch aus dieser Gruppe dürften sich bestimmt ein paar Teilnehmer an der Sportbuzzer-Fußballschule einfinden.

Was die Kinder erwartet, umschreibt der ehemalige Profi so: „Die Kinder sollen lernen, wie man Zweikämpfe führt und gewinnt, außerdem wie sie Pässe offensiv und defensiv spielen, wie sie Dribblings ansetzen.“ Die jungen Kicker sollen also zurück zu den Wurzeln kommen – einfacher und klassischer Fußball ist demnach gefragt.
  

Bei der Sportbuzzer-Fußballschule trainieren die Kinder in Kleingruppen.
Bei der Sportbuzzer-Fußballschule trainieren die Kinder in Kleingruppen.

Den aktuellen Hype, wonach wegen des Erfolgs anderer Länder überall das deutsche Ausbildungssystem in Frage gestellt wird, kann er nicht teilen. „Man muss nicht auf jeden Zug aufspringen. Wir haben seit zwölf Jahren unsere Philosophie, trainieren gleichbleibend. Die Individualität muss erhalten bleiben.“

Was Karsten Surmann auch wichtig ist: kleine Gruppen, um besser auf die Spieler eingehen zu können mit seinem Trainerteam. „Wir wollen die Kinder schließlich alle kennenlernen und mit ihrem Vornamen ansprechen“, sagt Karsten Surmann und lacht. Andersherum sollen auch die jungen Kicker die Trainer kennenlernen. „Daher wechseln nach jeder Einheit die Trainer die Gruppe. Schließlich ist jeder Coach anders und hat eine andere Ansprache“, sagt Surmann und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Dann ist sichergestellt, dass auch wirklich kein Kind einschläft.“
  

Auf der Anlage des TuS Ricklingen macht die Sportbuzzer-Fußballschule by Karsten Surmann von Montag, 14. Oktober, bis Freitag, 18. Oktober, Station. Auf den Plätzen am Meisenwinkel können bis zu 54 Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren mitmachen.

Los geht es am Montag um 14 Uhr mit dem Eintreffen der Teilnehmer und ihrem Einkleiden. Die Kinder erhalten Trikot, Hose und Stutzen. Es schließt sich ab 15 Uhr eine Trainingseinheit an. Am Dienstag beginnt um 10 Uhr die zweite Einheit des Camps, ab 14 Uhr die dritte – dazwischen befindet sich um 12.30 Uhr eine Mittagspause. Dieser Zeitplan sieht auch der Mittwoch mit ebenfalls zwei Trainingseinheiten vor. Der Donnerstag wird dann zum XXL-Tag. Nach der sechsten und siebten Einheit der Campwoche (10 Uhr, 14.30 Uhr) sowie der Mittagspause zwischendurch (12.30 Uhr) beginnt um 16 Uhr ein Turnier. Der Tag klingt anschließend mit einem Grillabend für Eltern, Kinder, Sponsoren und Trainerteam gegen 18.30 Uhr aus. Am Freitag erfolgt ab 10 Uhr die achte und letzte Trainingseinheit, ehe die Eltern ihre bestimmt müden Kinder um 12.15 Uhr abholen können.

Die Hälfte der Teilnehmerplätze sind bislang vergeben. Noch sind Anmeldungen möglich. Interessierte können sich registrieren über ein entsprechendes Formular auf der Homepage www.fussballschule-surmann.de oder telefonisch bei Karsten Surmann unter (0171) 2456678. Die Teilnahmegebühr beträgt 179 Euro pro Kind – inklusive Kleidung und Verpflegung. Übernachtungen gehören nicht zum Camp-Programm dazu.


Kompetenz pur: Karsten Surmann (links) und sein Trainerteam kümmern sich um die Nachwuchskicker.
Kompetenz pur: Karsten Surmann (links) und sein Trainerteam kümmern sich um die Nachwuchskicker.

Die Sportbuzzer-Fußballschule by Karsten Surmann ist in den Herbstferien in Ricklingen gut aufgestellt – gleich vier Trainer kümmern sich um die Teilnehmer. Zum Team der Übungsleiter gehört allen voran Karsten Surmann. Der gebürtige Hannoveraner, mittlerweile 60 Jahre alt, war Kapitän beim DFB-Pokalsieg von 96. Am 23. Mai 1992 bezwang der damalige Zweitligist sensationell die favorisierten Mönchengladbacher beim Finale im Berliner Olympiastadion. Karsten Surmann bestritt für Hannover 96 von 1980 bis 1992 insgesamt 357 Spiele als Profi, der Mittelfeldspieler erzielte 39 Tore. Nach dem Ende seiner Karriere arbeitete er zunächst als Fußballmanager, seit zwölf Jahren ist er als Trainer einer Fußballschule tätig.

Außerdem steht Martin Giesel auf dem Platz, in der Fußballerszene kennt man ihn nur als „Matze“. Giesel gehörte in den Achtzigerjahren zu den jungen Spielern, mit denen Hannover 96 fast sensationell 1985 in die Bundesliga aufstieg. Eine Vergangenheit bei Hannover 96 hat auch Ulf Winskowsky. Er bestritt 140 Spiele für die „Roten“ und erzielte zwei Tore. Kurios: Beide Treffer resultierten aus Fallrückziehern. Das Quartett komplettiert Jörg Kretzschmar. Auch er, und damit schließt sich der Kreis, gehörte 1992 zur Pokalsieger-Mannschaft von Hannover 96. Der Linksfuß verwandelte im Elfmeterschießen des Endspiels seinen Versuch.

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