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08:45 27.05.2021
Eine Dekubitusmatratze dient der Verringerung des maximalen Auflagedrucks. Foto: sanismart

Dekubitus ist der medizinische Fachbegriff für das Wundliegen. Sobald ein Mensch über einen längeren Zeitraum nahezu reglos im Bett liegt, können sich Druckgeschwüre bilden. Das ist zwar altersunabhängig, jedoch betrifft es überwiegend ältere und bettlägerige Personen.

Durch den Bewegungsmangel kommt es zu einer lokalen Schädigung der Haut und dem darunter liegendem Gewebe. Die längere Druckbelastung sowie die Durchblutungsstörung führen schlussendlich zum sogenannten Dekubitalgeschwür. Betroffene Personen leiden zunehmend unter Schmerzen. Darauf ausgelegte spezielle Matratzen beugen diesem Leiden vor. Die Dekubitusmatratze dient der Verringerung des maximalen Auflagedrucks. Wechseldrucksysteme be- und entlasten bestimmte Körperstellen. Das Schulterblatt und die Wirbelsäule sowie Fersen und Fußknöchel sind beispielsweise gefährdete Körperregionen. Manche Dekubitusmatratzen sind mit einem Micro-Stimulationssystem (kurz MiS) ausgestattet. Diese Technik, welche fest in die Matratze eingebaut ist, sorgt für regelmäßige Bewegungsimpulse der darauf liegenden Person.

Der Dekubitusmatratze sieht man ihren Nutzen nicht an. Ihr Gewicht ist jedoch weit höher als das herkömmlicher Matratzen gleicher Größe. Wird sie nur temporär genutzt, lässt sie sich wie ein „normales Bett“ beziehen und mit einer Tagesdecke abdecken. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn man eine schwere Operation hinter sich hat und lange Zeit im Bett verbringen musste. lps/AM
   

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