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11:11 06.05.2021
Mediziner empfehlen täglich einen Apfel als gesunden Snack.

Corona sorgt für Frust bei den Menschen, dieser wird häufig durch „gutes“ Essen, Alkohol und Süßes kompensiert, obwohl wir alle wissen, dass das der falsche Weg ist. Denn üppiges Essen, kaum Bewegung und dazu auch noch Stress zeigen, dass viele Menschen besonders jetzt unter hohen Blutfettwerten und steigendem Blutdruck leiden.

Auch deshalb rückt die Kraft des Apfels, das Cholesterin auf natürliche Weise zu senken, neu in den Mittelpunkt. Studien legen auch nahe, dass ein Stoff im Apfel auch beim Gewichtsmanagement unterstützt. Der Lockdown schlägt den Deutschen auf die Gesundheit: Die auf drei Jahrzehnte angelegte NAKO-Gesundheitsstudie, die regelmäßig rund 200 000 Bundesbürger befragt, misst einen Anstieg des Stresslevels in allen Altersstufen und sowohl bei Frauen als auch Männern.

Die Menschen in Deutschland bewegen sich auch weniger. Eine Studie der Universität Gießen in Kooperation mit Forsa kam bereits beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr zu dem Ergebnis: Beinah jeder zweite derjenigen, die vorher aktiv waren, reduzierte sein Sportpensum „sehr stark“ oder pausierte komplett. Hinzu kommt das traditionell üppige Essen, das bereits in normalen Jahren die Cholesterin-Werte bei vielen in die Höhe treibt. Eine Studie aus Dänemark, die Copenhagen General Population Study mit mehr als 25 000 Teilnehmern, kam 2019 zu einem alarmierenden Ergebnis: Danach lagen die Werte des ungünstigen LDL-Cholesterins im Blut im Januar mit 143 mg/dl um durchschnittlich ein Drittel höher als im Juni, als sie bei 108 mg/dl gelegen hatten. Aufgrund mangelnder Bewegung dürfte das Cholesterin-Hoch in diesem Jahr noch höher liegen als zuvor.

Richtig zubereitet ist gesundes Essen nicht nur frisch, sondern auch bekömmlich und lecker.
Richtig zubereitet ist gesundes Essen nicht nur frisch, sondern auch bekömmlich und lecker.

Erhöhte Blutfettwerte waren bereits vor Corona eine Volkskrankheit in Deutschland: Mehr als zwei Drittel leben mit einem zu hohen Cholesterinspiegel. Bei jedem dritten Bundesbürger sind die Werte sogar deutlich zu hoch. Erhöht heißt: Es befindet sich zu viel von dem „schlechten“ LDL-Cholesterin im Blut. Das kann zu dramatischen Folgen führen: In Blutgefäßen können sich Ablagerungen bilden. Diese behindern den Blutfluss und können ihn sogar vollständig zum Erliegen bringen. Die Verkalkung der Arterien erhöht so das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle – in der westlichen Welt immer noch Todesursache Nummer 1.

Wie können Menschen auf natürliche Weise etwas für ein starkes Herz tun? Verschiedene Studien rücken den Apfel ins Zentrum. Verschiedene Studien unter anderem der Florida State University und in Österreich kamen zu ähnlichen Ergebnissen: Mithilfe von Äpfeln lässt sich der Cholesterinspiegel ganz ohne Medikamente um zwischen einem Viertel und einem Drittel absenken.

Als Schlüssel gelten dabei Pektine, wie sie unter anderem in hoher Konzentration in Schalen und im Gehäuse von Äpfeln vorkommen. Pektine sind unverdauliche Fasern und Gerüststoffe von Pflanzen. Sie dienen im menschlichen Organismus als Ballaststoffe. In ihrer Reinform sind Pektine ein bräunliches Pulver, das in einem komplexen Verfahren unter anderem aus dem Trester von Äpfeln gewonnen wird.

Die cholesterinsenkende Wirkung des Pektins ist ab einer täglichen Aufnahme von sechs Gramm nachgewiesen. Rein über den täglichen Frühstücksapfel lässt sich diese Menge allerdings nicht erreichen: Bis zu zehn kleine oder fünf bis sieben mittelgroße Äpfel müsste man essen, um den entsprechenden positiven Effekt vollständig nutzen zu können. In Deutschland ist Apfelpektin unter dem Handelsnamen „ApfelCholest“ erhältlich. Pektine, wie sie eben unter anderem in Apfelschale und Kerngehäuse vorkommen, könnten noch einen weiteren erwünschten Effekt auf den menschlichen Organismus haben: Sie könnten das Gewichtsmanagement unterstützen, weil sie das Sättigungsgefühl erhöhen und Menschen in der Folge weniger essen. Quelle: obx-medizindirekt