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Home Sonderthemen Hannover Region Süd-West Im Alter nicht allein sein – Wohnformen für die Zukunft
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22:37 25.07.2019
Mit Hinblick auf das Älterwerden sollte sich rechtzeitig um ein barrierefreies Wohnen gekümmert werden.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man im Alter wohnen kann. Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen ist es jedoch vielen Menschen nicht mehr möglich, sich vollständig allein zu versorgen. Eine professionelle Pflege mit Hilfe eines Pflegedienstes, kann einem im eigenen Zuhause zur Seite stehen. Wenn Angehörige aus Zeitgründen oder aufgrund der Belastung nicht in der Lage sind, diese Aufgabe allein zu bewältigen, ist eine Pflegekraft eine sinnvolle Lösung.

Ambulante Pflegedienste sowie private Pflegekräfte können zu diesem Zweck engagiert werden. In Pflegeheimen werden Senioren rund um die Uhr medizinisch betreut, wenn ihre Pflegebedürftigkeit weit fortgeschritten ist. Seniorenresidenzen bieten im Gegensatz zu Pflegeheimen ihren Bewohnern mehr Luxus. Die Wohnanlage und die Zimmer sind überdurchschnittlich ausgestattet, es gibt häufig ein hauseigenes Schwimmbad, ein Fitnessstudio sowie zahlreiche Freizeitangebote.

Viele Senioren fühlen sich im Alter einsam und wünschen sich etwas mehr Gesellschaft. In diesem Fall kann eine Wohngemeinschaft infrage kommen. In einer sogenannten Senioren – WG hat jeder Bewohner sein eigenes Zimmer und kann in einem oder mehreren Gemeinschaftsräumen die nötige Gesellschaft finden.

Die Wohngemeinschaft kann, abhängig vom Gesundheitszustand der BewohnerInnen, von einem Pflegedienst unterstützt werden. Für Senioren, welche noch gut eigenständig leben können, ist das betreute Wohnen eine Möglichkeit, den Lebensabend zu genießen. Hierbei wohnen die jeweiligen Personen in eigenen Wohnungen innerhalb eines Wohnkomplexes. Der Vorteil dabei ist die Barrierefreiheit und die altersgerechte Einrichtung innerhalb der Wohnung. Zudem werden die sozialen Kontakte der Bewohner durch Freizeitangebote gefördert. lps/Str

Hilfsmittel in der häuslichen Krankenpflege – Was zählt dazu?

Mit diesem Fahrzeug wird es geheingeschränkten oder pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, weiterhin mobil zu bleiben.
Mit diesem Fahrzeug wird es geheingeschränkten oder pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, weiterhin mobil zu bleiben.

In der Pflege eines pflegebedürftigen Menschen werden immer wieder verschiedenste Hilfsmittel benötigt, um den Alltag unproblematisch zu gestalten. Dazu zählen allerhand unterschiedliche Dinge.

Zum einen handelt es sich bei den Hilfsmitteln um Einweghandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen. Diese sind für eine reibungslose und sichere Pflege immer notwendig. Angehörige, die ein Familienmitglied mit Pflegegrad im eigenen Zuhause pflegt, hat sogar einmal monatlich kostenlosen Anspruch auf Pflegemittel dieser Art.

Weiter Hilfsmittel wie beispielsweise ein Rollator, Pflegebett oder Heimbeatmungsgerät sind Utensilien, die problemlos bei der Krankenkasse beantragt werden können und im Rahmen der Pflegebedürftigkeit bewilligt werden. Lediglich die regulären Zuzahlungen können von Krankenkasse zu Krankenkasse schwanken. Daher sollten Informationen zum finanziellen Zuschuss eines Hilfsmittels zur Pflege eingeholt werden.

Wichtig zu beachten ist allerdings, dass ein Elektromobil unter gewissen Umständen als Hilfsmittel von der Krankenkasse gezahlt wird, dagegen Treppenlifte nicht unter diese Rubrik fallen und privat gezahlt werden müssen. Lediglich wird der Lift teilweise bezuschusst, wenn dieser zu den wohnumfeldverbessernden Maßnahmen zählt.

Sicherlich ist teilweise von Unklar worin der konkrete Unterschied besteht von Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln. Hier sollte sich nicht verunsichert werden, die Antwort ist einfach. Es handelt sich lediglich um verschiedene Kostenträger. Die benötigten Hilfsmittel werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen, die Kosten für die Pflegehilfsmittel zahlt demzufolge die Pflegeversicherung. lps/Str


Formen der Pflege: Von Kurzzeit- bis Verhinderungspflege

Um eine gute Pflege zu Hause gewährleisten zu können, ist es legitim, sich eine andere Pflegeperson zur Seite zu holen.
Um eine gute Pflege zu Hause gewährleisten zu können, ist es legitim, sich eine andere Pflegeperson zur Seite zu holen.

Die Übernahme der Pflege eines Familienmitgliedes wird teilweise als selbstverständlich empfunden, da ein Pflegeheim nicht direkt in Frage kommt. Nicht zu vergessen sind die verschiedensten Herausforderungen für den, der sich dieser Aufgabe annimmt. Daher gibt es unterschiedliche Möglichkeiten kurze (Aus-) Zeiten zu überbrücken. Die Gründe dafür können natürlich variieren.

Zum einen gibt es die Kurzzeitpflege. Diese kann in Anspruch genommen werden, wenn eine häusliche Pflege vorrübergehend nicht gewährleistet werden kann. Gründe dafür können sein, dass die Pflegeperson in den Urlaub fährt oder selbst einen Krankenhausaufenthalt hat, also kurzzeitig verhindert ist den/die Angehörige zu pflegen. Zum anderen gibt es die Tages- und Nachtpflege. Diese hat eine doppelte Funktion: Einerseits handelt es sich um einen intensive Beschäftigung der pflegebedürftigen Person beispielsweise in Form von Therapie. Andererseits dient diese Form der Pflege auch zur kurzfristigen Entlastung für die Pflegeperson. Das bedeutet, an diesen Tagen können sich Pflegende Zeit nehmen für Dinge, die sie normalerweise im Pflegealltag nicht bewerkstelligt bekommen und gleichzeitig bekommen sie die Möglichkeit, nachts einmal durch- und auszuschlafen.

Eine weitere Form, die sich gewissermaßen ebenso auf die Entlastung der Pflegenden bezieht wie die anderen Optionen, nennt sich Verhinderungspflege. Dies kann stunden- oder tageweise beantragt werden, sodass pflegende Angehörige eigene Arzttermine oder ähnliches wahrnehmen können beziehungsweise die Möglichkeit bekommen, in den Urlaub zu fahren. Die verschiedenen Formen der Pflege oder Unterstützungsangebote sind sehr umfangreich. Dabei geht es letztendlich darum, dass man nicht allein ist in dieser Situation und Hilfe in Anspruch nehmen kann. lps/Str

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