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Home Sonderthemen Hannover Region Ost Eine Rettungsgasse rettet Leben
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13:35 18.06.2020
Im Fall eines Staus muss eine Rettungsgasse für die Rettungsfahrzeuge gebildet werden. 
Foto: ADAC–Otto/dpp AutoreporterFoto: ADAC–Otto/dpp Autoreporter

Spanien, Italien oder Südostasien – die Deutschen reisen in den Sommerferien oft viel und weit. Im Corona-Sommer 2020 allerdings wird es eine Ausnahme geben. Obwohl die beliebten Teutonengrills auf Mallorca oder an der Adria wieder erreichbar sind, werden es viele Sommerfrischler vorziehen, in Deutschland zu bleiben.

Und viele Urlauber werden eher mit den eigenen Autos an die Ostsee oder die Berge fahren als mit dem Zug oder einem Bus. Es könnte also zu Ferienbeginn voll werden auf deutschen Autobahnen. Umso wichtiger ist es, dass sich Autofahrer an die Regeln halten – insbesondere an eine, die Leben retten kann: die Rettungsgasse.

Wenn es auf der Autobahn zu einem Unfall kommt, steht der Verkehr oft kilometerweit. Hier beginnt das Problem für die Rettungskräfte, die am Unfallort lebenswichtige Hilfe leisten müssen. Feuerwehr, Rettungswagen und THW müssen zum Ort des Geschehens ebenfalls über die Autobahn und durch den Stau, um den Unfallort zu erreichen. Dabei geht es um Minuten, die ein Leben retten können. Oft werden aber gerade diese Minuten vergeudet, denn die Autofahrer im Stau denken selten daran, eine Rettungsgasse zu bilden. Dabei ist sie seit den Achtzigerjahren Pflicht.

Seitdem sind auch die Bußgelder bei Nichtbefolgung deutlich erhöht worden, zuletzt in diesem April. Zurzeit ist man mit mindestens 200 Euro dabei, sollte man bei einem Stau keine Rettungsgasse bilden. Sollten dadurch sogar Dritte gefährdet sein, erhöht sich die Buße auf 300 Euro. Bei einem entstandenen Sachschaden, bekommt man 320 Euro aufgebrummt. In allen Fällen kommen noch zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot oben drauf.

Wenn für die Feuerwehr kein Durchkommen ist. Foto: Bernd Bast/pixelio.de
Wenn für die Feuerwehr kein Durchkommen ist. Foto: Bernd Bast/pixelio.de

In der Straßenverkehrsordnung ist das Bilden einer Rettungsgasse genau beschrieben. Bei zweispurigen Straßen ist die Gasse in der Mitte zu bilden. Bei dreispuriger Verkehrsführung muss die Gasse zwischen der linken und der mittleren Spur frei bleiben. Das bedingt bereits beim Heranfahren an den Stau Umsicht, denn wenn die Autos erst stehen, ist eine Rettungsgasse schwer zu bilden. Es gilt also bei der Annäherung an den Stau, je nach Fahrspur, am linken oder rechten Rand zu bleiben. Dazu sollte unter Nutzung der Warnblinkanlage ein Abstand von mindestens zehn Metern zum Fahrzeug davor gelassen werden, damit man im Notfall noch reagieren kann.

Auf keinen Fall darf man die entstehende Gasse nutzen, um weiter im Stau voranzukommen. Auch das Folgen der Rettungsfahrzeuge ist nicht erlaubt. Ein Vorfahren auf der Standspur ist ebenso untersagt wie das Nutzen von „Abkürzungen“, etwa über Rasthöfe oder Ab- und Auffahrten in Autobahnkreuzen. Eines allerdings ist erlaubt: Wer an der nächsten Ausfahrt die Autobahn verlassen will, kann den Standstreifen ab der 300-Meter-Bake nutzen, um am Stau vorbei zur Ausfahrt zu fahren. Dabei sollte immer der rechte Blinker gesetzt sein.


Verkehrsunfälle im Urlaub: Vorbereitung für den Ernstfall

Um in einer Gefahrensituation richtig reagieren zu können, sollte man die Verhaltensregeln kennen.
Um in einer Gefahrensituation richtig reagieren zu können, sollte man die Verhaltensregeln kennen.

Wer den Urlaub antritt, möchte eine erholsame Zeit ohne Stress genießen. Manchmal lässt sich ein Unfall in der Ferienzeit dennoch nicht vermeiden und so sollte man bereits vor Reiseantritt darüber informiert sein, was es bei Unfällen zu tun gilt. Zunächst einmal ist das Wichtigste natürlich die Sicherung von Leib und Leben.

Um den anderen Verkehrsteilnehmern zu signalisieren, dass erhöhte Vorsicht geboten ist, muss sofort die Warnblinkanlage eingeschaltet werden. Mit einer Warnweste ist man für andere Autofahrer gut sichtbar, sodass das Warndreieck in entsprechendem Abstand aufgestellt werden kann.

Sofern weitere Menschen in den Unfall involviert waren, sollte geprüft werden, ob es Verletzte gibt. Falls ja, ist umgehend der Notruf zu wählen. Hilfreich sind dafür die fünf W-Fragen: Wo ist das Ereignis? Wer ruft an? Was ist geschehen? Wie viele Betroffene? Warten auf Rückfragen. Im Anschluss ist man dazu angehalten, erste Hilfe zu leisten, sofern man sich dabei nicht selbst in Gefahr begibt.

Bei Unfällen mit Personenschaden oder hohen Schadenssummen muss immer auch die Polizei hinzugezogen werden. Da es im Ausland häufig Sprachbarrieren gibt, empfiehlt es sich, zumindest die wichtigsten potentiellen Vokabeln zu kennen, um die zuständigen Behörden zu kontaktieren.

Auch in Englisch kann man sich zur Not in fast allen Ländern verständigen. Zudem ist es sinnvoll, vor Urlaubsbeginn die Versicherungspolice zu prüfen, um bestmöglich abgesichert zu sein. Da ausländische Versicherungen meist eine wesentlich geringere Deckungssumme haben als deutsche Versicherungen, ist es ratsam, die Versicherung mit maximaler Deckung zu wählen. lps/DGD




Fahrzeugwert sichern – auf Inspektionsintervalle achten

Serviceintervalle sollten bei Fahrzeugen eingehalten werden. Foto: Pexels
Serviceintervalle sollten bei Fahrzeugen eingehalten werden. Foto: Pexels

Wer gut schmiert, der gut fährt, heißt das Sprichwort. Bei Fahrzeugen ist es die regelmäßige Inspektion, die für zuverlässiges Fortkommen sorgt. Um Schäden am Automobil oder Motorrad vorzubeugen, müssen in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchgeführt und Verschleißteile erneuert werden. Wann für das Auto eine Inspektion und zum Beispiel ein Ölwechsel anstehen, verrät bei modernen Modellen die Service-Anzeige – und zwar lange bevor die Wartung ansteht. So hat man genügend Zeit, sich einen Termin in der Werkstatt zu organisieren. Dabei sollte man darauf achten, diese Intervalle nicht zu überschreiten. Sollte nämlich ein Schaden auftreten und der jüngste Service wurde versäumt, übernimmt der Hersteller selten die Kosten für die Reparatur. Und das muss er auch nicht zwingend, schließlich hat der Autofahrer keinen Rechtsanspruch auf die freiwillige Garantie. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer kleinen und einer großen Inspektion. Bei der kleinen Inspektion, die je nach Hersteller auch anders benannt werden kann, werden meist nur ein Ölwechsel sowie Prüfungen von Scheibenwaschanlage, Luftfilter oder Bremsen durchgeführt. Die große Inspektion, deren Fälligkeit je nach Modell alle zwei Jahre oder zwischen 15.000 und 40.000 Kilometer ansteht, ist deutlich umfangreicher. Unter anderem werden Motor und Abgassystem, das Getriebe, die Achsen sowie die Karosserie, Elektrik, die Räder/Reifen und das Bremssystem geprüft. Natürlich dauert so eine umfangreiche Inspektion ein paar Stunden. Manche Werkstätten bieten einen Leihwagenservice an.

Oft wird bei älteren Fahrzeugen an den Inspektionen gespart. Das kann sich gerade bei betagten Automobilen und Motorrädern rächen. Der regelmäßige Wechsel von Motoröl und Bremsflüssigkeit, die Kontrolle der Bremsbeläge und -leitungen sowie der Check mit einem Diagnosesystem können helfen, teure Reparaturen zu vermeiden. lps/Aw


Check-up für den Pkw: Sorgenfrei in den Urlaub

Vor dem Start in den Urlaub sollte das Fahrzeug einem gründlichen Check-up unterzogen werden. Foto: Pexels
Vor dem Start in den Urlaub sollte das Fahrzeug einem gründlichen Check-up unterzogen werden. Foto: Pexels

Das Auto ist und bleibt das Transportmittel der Wahl. Wenn es um die Reise in den Urlaub geht, fahren Statistiken zufolge rund die Hälfte aller Urlauber mit dem Auto weg. Dabei wird das Fahrzeug aufgrund der langen Fahrt anderen Belastungen als sonst ausgesetzt und das schwere Urlaubsgepäck tut sein Übriges.

Daher ist es notwendig, vor Fahrtantritt zu überprüfen, ob das Auto für die Reise gewappnet ist. Einige Werkstätten bieten einen Urlaubscheck an, bei dem vor allem die Verschleißteile genau unter die Lupe genommen werden. Dazu zählen die Reifen, die ein Mindestprofil nicht unterschreiten dürfen, die Bremsanlage und die Radaufhängung. Außerdem wird die Beleuchtung getestet, damit auch Fahrten in der Dunkelheit sicher sind.

Die Windschutzscheibe sollte auf Risse überprüft werden, da bereits kleine Steinschläge nach kurzer Zeit zu einem Riss der gesamten Scheibe führen können. Zu dem Check-up gehört üblicherweise auch das Auffüllen der Flüssigkeitsstände.

Besonders wichtig ist es, dass ausreichend Kühlwasser vorhanden ist, damit das Kühlsystem auch bei Hitze noch funktionsfähig ist. Auch der Ölstand darf nicht zu gering sein, da es ansonsten zu Motorschäden kommen kann.

Ist der Urlaubscheck positiv ausgefallen und hat die Werkstatt für eine Fahrt in den Urlaub grünes Licht gegeben, muss man vor dem finalen Start noch selber ein paar Dinge überprüfen. Dazu gehört, dass das Gepäck so verstaut wird, dass es auch bei einer Vollbremsung an seinem Platz bleibt und nicht zur Gefahr für die Insassen des Fahrzeugs wird.

Da die Räder durch das Gepäck stärker belastet sind als sonst, muss der Reifenluftdruck dem Beladungszustand angepasst werden.

Zu guter Letzt sollte die Klimaanlage eingehend getestet werden, da eine Fahrt in einem überhitzten Auto mehr einem Überlebenstraining gleicht als einem entspannten Urlaub. lps/DGD
        

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