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Home Sonderthemen Hannover Region Süd-West Der Sehnder Weihnachtsmann googelt auch manchmal
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14:08 02.01.2019
Ein ungewöhnlicher Nebenjob: Detlef Waltz überrascht als Weihnachtsmann Jahr für Jahr Sehnder Kinder. KATJA EGGERS (2)

Detlef Waltz kennen wohl alle Sehnder Kinder. Wenn er als Weihnachtsmann auftritt, fallen deren Reaktionen jedoch ganz unterschiedlich aus. „Die meisten freuen sich und sind ganz aufgeregt“, erzählt der Sehnder. Einige versteckten sich aber erst einmal hinter Mama und Papa. Und dann gebe es noch die ganz Neugierigen. Bei der Frage eines kleinen Jungen, wo er denn seinen Schlitten und die Rentiere habe, musste Waltz improvisieren. „Weil kein Schnee liegt, habe ich den Schlitten heute zu Hause gelassen“, lautete seine Antwort. Andere Kinder wollten von Waltz auch schon wissen, ob er nun der Weihnachtsmann, der Nikolaus oder vielleicht doch eher Knecht Ruprecht ist. „Da habe ich mich mit der Antwort ein wenig rausgewunden und zu Hause erst einmal die Unterschiede gegoogelt“, verrät Waltz und lacht.

Ansonsten bereitet sich der Sehnder nicht sonderlich auf seine Aufgabe als Weihnachtsmann vor. Der Job wurde ihm sozusagen vererbt. Waltz gehört als Grünen-Politiker dem Ortsrat Sehnde an, der stets auch den Weihnachtsmarkt in der Stadt organisiert und dort den Weihnachtsmann stellt. „Als der alte Kandidat vor zwölf Jahren aus dem Gremium ausschied, war die Weihnachtsmannstelle vakant – und ich war derjenige, der am stabilsten gebaut war“, erinnert sich Waltz.

Jedes Jahr stapft er nun im roten Mantel, mit Rauschebart und Jutesack über den Sehnder Weihnachtsmarkt, brummelt mit tiefer Stimme ein „Hohoho“ und verteilt Süßigkeiten und Mandarinen. „Viele Eltern lehnen Schokolade ab, mitunter sind Kinder allergisch auf Nüsse. Daher habe ich immer Obst dabei“, erklärt der erfahrene Weihnachtsmann.

Größere Geschenke, nämlich die der Eltern, übergibt er bei privaten Bescherungen. An Heiligabend ist Waltz etwa zweibis dreimal Weihnachtsmann. Und das unentgeltlich – einfach, weil es ihm Spaß macht und er Kinder mag. „Buchen kann man mich nicht. Aber wenn Ratskollegen, Freunde oder Bekannte anfragen, komme ich gern vorbei, meistens übrigens durch den Hintereingang oder über den Balkon“, erklärt der 56-Jährige.

Er selbst feiert Weihnachten eher unaufgeregt. „Am 24. Dezember bin ich nach meinem Weihnachtsmannjob ganz ruhig zu Hause, am ersten Weihnachtstag gibt es im Freundeskreis immer Feuerzangenbowle“, berichtet der kinderlose Junggeselle. Früher sei er an Heiligabend mit Freunden stets nach Hannover in den Pavillon zum Mitternachtskonzert der Band von Weihnachten gefahren. Leider habe sich die Gruppe aufgelöst. „Jetzt wird Heiligabend daher zur stillen Nacht“, sagt Waltz. Katja Eggers

„... ich im Ort Kontakte finden wollte, nachdem ich aus Steinhude der Liebe wegen nach Pattensen gezogen war. Da man bei der Feuerwehr Menschen helfen kann, die in Not sind, fand ich es am sinnvollsten dort einzutreten. Das habe ich 2014 als sogenannter Quereinsteiger getan, denn ich war davor noch nie bei der Feuerwehr. 2015 habe ich dann die Truppmannausbildung gemacht und im Januar 2016 bin ich gleich als Kinderfeuerwehrwart gewählt worden.

Die Arbeit macht mir unheimlich viel Spaß. Besonders schön ist es, von den Eltern zu hören, wie sehr ihre Kinder von den Treffen begeistert sind und es bis zum nächsten Mal gar nicht abwarten können.“

Ein Kalender wie daheim wäre toll

Happy X-mas, eure Emma
Happy X-mas, eure Emma

Ich lebe in Tennessee, USA, und bin jetzt schon seit Anfang August hier. Leider fliege ich schon im Juni des nächsten Jahres zurück. Ich verbringe hier ein Auslandsjahr und gehe jeden Tag zur Schule. Danach habe ich entweder Fußball- oder Basketballtraining. Freitags sind die Footballgames, da mache ich entweder Fotos für das Jahrbuch oder filme für meine Broadcast class. Mittwochs und sonntags gehe ich in die Kirche und zur Jugendgruppe.

Weihnachtsstimmung kommt hier im November auf, also direkt nach Halloween, und das wird hier wirklich groß gefeiert. Zwischendurch haben wir Thanksgiving gehabt, aber das ist nur für eine Woche wichtig. Weihnachten wird nicht am 24. Dezember, sondern nur am 25. gefeiert. Viele Familien – so wie meine – verreisen, um den Rest der Familie zu sehen.

Was ich vermisse in der Weihnachtszeit? Es klingt zwar nicht wichtig, ist es für mich aber: ein Adventskalender. Keiner hier hat je einen gehabt, in Deutschland hatte ich sogar zwei oder drei jedes Jahr. Jeden Tag aufzuwachen und ein Türchen aufmachen zu können war immer ein guter Start in den Tag. Weihnachten in den USA ist generell aber nicht sehr viel anders als zu Hause.

Zu meiner Familie in Deutschland habe ich nicht so viel Kontakt. Wenn wir mal reden wollen, dann über Skype oder Facetime, oder wir schreiben Nachrichten über Whatsapp. Ich grüße meine Mutter, meinen Bruder, meine Cousine, meine Oma, meine Tante, meine Freundinnen und meinen Vater und hoffe, dass sie auch ohne mich ein schönes Weihnachtsfest feiern werden. Emma Sörensen

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