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Home Sonderthemen Hannover Region Süd Ab Montag öffnet Niedersachsens Gastronomie
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09:49 11.05.2020
Zur Bandbreite des Angebotes zählen internationale Leckereien, auch wenn man selber noch nicht wieder die Grenzen passieren darf. Foto: ppp Architekten + Stadtplaner GmbH

Wer auf das Jahr 2020 zurückblickt, vor allem wenn er seine Gäste als niedersächsischer Cafébetreiber, Gastwirt, Restaurantbesitzer oder Eisdieleninhaber verwöhnt, wird die Zäsur des 17. März 2020 immer in Erinnerung behalten. Bis dahin vermittelte die anschwellende Corona-Epidemie ein ungutes Gefühl und die übermittelten Nachrichten aus Nachbarländern ließen Dramatisches befürchten. 

Doch an jenem Dienstag im März stoppte die sogenannte „fachaufsichtliche Weisung“ des Landes Niedersachsen den bisher gewohnten Betrieb mit seinen vielfältigen sozialen Kontakten in Gaststätten, Cafés und Hotels, um die Ausbreitung des gefährlichen Virus effizient eindämmen zu können.

Umsichtiges Verhalten von Anbietern und Gästen, Hände waschen und in die Armbeuge husten reichten nicht länger aus, um die Epidemie zu stoppen. Das bedeutete für alle ambitionierten Gastgeber: es war nicht länger erlaubt, die Besucher ihres Lokals, Cafés oder Hotels mit aufmerksamem Service und kulinarischer Vielfalt verwöhnen zu dürfen. Allein der sogenannte „außer Haus“-Service war unter gewissen Voraussetzungen weiterhin gestattet. Anstelle des täglichen Stimmengewirrs im Gastraum oder auf der Sonnenterrasse trat eine Ruhe, die sich unwirklich anfühlte.

Aber jetzt gibt es ein weiteres Datum, das Gäste ebenso wie Anbieter mit Sicherheit auch im Gedächtnis behalten und es im Idealfall in allerbester Erinnerung behalten: nach rund acht Wochen im sogenannten Lockdown geht es jetzt endlich wieder los!

11. Mai wird Glückstag der Gastronomie

Gäste, die in ihr funkelndes Glas mit dem frisch gezapften Bier blicken, denken jetzt möglicherweise an ihre ersten Versuche, Brot selber zu backen. Wer nämlich zu Beginn des Lockdowns keine Bäckerhefe mehr erwischte, konnte mit etwas Geschick aus einem Glas Bier die notwendige Backzutat gewinnen. Ein Zusammenhang, den man „vor Corona“ gar nicht „auf dem Schirm“ hatte. Doch der achtwöchige, ungewollte Kontakt-Verzicht schärft jetzt den Blick für das Geschenk der Geselligkeit, die in vollen Zügen genossen werden darf – allerdings nicht in vollen Räumlichkeiten. Damit die Hygieneschutzverordnung nicht noch einmal Grundlage drastischer Maßnahmen werden muss, ist weiterhin große Umsicht geboten. Die Gasträume dürfen nur halb so viele Gäste platzieren, wie gewohnt. Auch unter freiem Himmel gilt das Abstandsgebot.

Den Spargel muss man nicht selber zubereiten, sondern kann sich wieder von den einfallsreichen Profiköchen kulinarisch ver­- wöhnen lassen. Eine Reservierung ist empfehlenswert.
Den Spargel muss man nicht selber zubereiten, sondern kann sich wieder von den einfallsreichen Profiköchen kulinarisch ver­- wöhnen lassen. Eine Reservierung ist empfehlenswert.

Wie der Mai zum kulinarischen Wonnemonat wird

Spargelgerichte sind die beliebteste Speise des Frühjahrs und es wäre wirklich sehr, sehr schade gewesen, wenn man auf dieses klassische, niedersächsische Edelgemüse in der Saison 2020 hätte verzichten müssen. Ob zerlassene Butter oder professionell aufgeschlagene, frische Sauce Hollandaise sowie Schinken und Schnitzel - die Kombination gilt als Hochgenuss. Vielleicht gibt es aber schlichtere Freuden, die man sich mal wieder gönnt. So wissen die Produzenten von Pommes frites Kartoffeln, dass der Lockdown zugleich die Zeit ohne die frittierten Kartoffelstäbchen war. Ob Erdbeertorte oder Capucchino beim Lieblingsitaliener – das Ambiente wurde vermisst. Neben den liebevoll zubereiteten Gebäckspezialitäten und Speisen fehlte vor allem der zwischenmenschliche Kontakt. Der kurze Schnack, die kleine Plauderei mit Lieblingswirtin oder Biergartenbesitzer werden endlich wieder möglich sein.

Was hat Ihnen besonders gefehlt? Vielleicht fassen Sie Ihre Wertschätzung kurz in Worte. Denn während sie acht Wochen auf Absacker und Leibgericht verzichten mussten, stand auch das Leben des Anbieters auf dem Kopf – und das für eine ungewissen Dauer. Eine Erfahrung, die in ganz unterschiedlichen Bereichen ihre Spuren hinterlassen hat. Bei vielen Menschen hat die Idee der Nachhaltigkeit einen neuen Stellenwert bekommen, was sich auch im gastronomischen Angebot widerspiegeln wird. Um die einfallsreichen und köstlichen Verwöhn-Angebote auch zukünftig genießen zu können – ob drinnen oder draußen, alleine oder in Gesellschaft – bleiben Rücksichtnahme und Hygiene weiter existentiell wichtig. Damit Schlemmerei und Lebensfreude den nahenden Sommer verschönern.


BBQ wie in den USA: Pulled Pork und Burger auf dem heißen Rost


Der amerikanische Burger wird zunehmend auch in Deutschland beliebter. Ein Fleisch-Patty kann aus Rinderhack mit ausreichendem Fettanteil, aber auch aus Geflügel oder Schweinefleisch bestehen und erhält dank des Grillens sein spezielles Röstaroma. Serviert wird das Fleisch in dem typischen Hamburger-Brötchen nebst zum Beispiel Käse, Saucen und Beilagen. Für mehr Auswahl beim Belegen des Burgers eignet sich eine Burger-Bar auf der Gartenparty: Schälchen mit verschiedenen Beilagen, aus denen sich jeder Gast je nach Gusto bedienen kann. Sieht ansprechend aus und bindet die Gäste aktiv ein, was Auflockerung schafft, sollte die Party noch nicht richtig in Schwung gekommen sein.

Auch ein zweites klassisches amerikanisches Gericht erfährt immer mehr Beliebtheit. Beim BBQ in den Südstaaten wird besonders gern Pulled Pork zubereitet. Pulled Pork gehört zu den Gerichten, welche im Smoker „low & slow“ gegart werden. Bei niedriger Temperatur gart das Fleisch langsam vor sich hin und erhält durch den leichten Rauch im Smoker den typischen Barbecue-Geschmack.

Bei der Auswahl des Fleisches entscheidet man sich häufig für Schweineschulter oder Schweinenacken. Vor dem Servieren wird das Fleisch mit Gabeln zerrupft und in einer Brottasche gereicht. Würzsaucen, Krautsalat oder andere Beilagen kommen nach Belieben hinzu. Gegrillte Gemüsespieße, Süßkartoffeln oder Maiskolben unterstützen ebenfalls das Südstaaten-Flair.

Beim BBQ nach Südstaaten-Manier geht es vor allem darum, in gemütlicher Runde beisammen zu sein und auf das „Low & Slow“-Food zu warten. Man unterhält sich miteinander, bereitet nebenbei das Essen gegebenenfalls inklusive Beilagen zu und hat einfach eine gute Zeit. lps/Jv
       

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